Der Industrie, also allen produzierenden und weiterverarbeitenden Unternehmen, fällt in der deutschen Volkswirtschaft nach wie vor eine zentrale Bedeutung zu. Sie ist die “Drehscheibe” der Wirtschaft. Auch die Landwirtschaft macht weiterhin einen essentiellen Teil der Volkswirtschaft aus. Gerade in Deutschland ist ihr Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Produktion im Vergleich zu anderen EU-Ländern und insbesondere den USA relativ groß.
Weltweit an der Spitze
Die deutsche Industrie und Landwirtschaft weisen ein sehr weites Branchenspektrum auf und stellt nahezu alle Produkte her, die in einer entwickelten Volkswirtschaft nachgefragt werden. In vielen Bereichen, wie z. B. dem Straßenfahrzeugbau, dem Maschinen- und Anlagenbau oder der Chemie nimmt sie weltweit eine Spitzenstellung ein. Um diese Spitzenstellung halten zu können sind die Mitarbeiter gezwungenermaßen einem hohen Leistungsdruck ausgesetzt. Eine herausragende Bedeutung kommt der Industrie für den Bereich des Exports zu: Der Anteil der Industrie am gesamten deutschen Auslandsgeschäft lag im Jahr 2006 bei 87 %, die damit einen entscheidenden Beitrag zum deutschen Exportüberschuss leistet. Auf dem Weltmarkt wird mit Amerika, China und Indien konkurriert. Dieser Erfolgsanspruch verlangt ein hohes Maß an Disziplin, Zuverlässigkeit und persönlicher Hingabe. Hierbei spielt die arbeitsmedizinische Betreuung sowie die Gesundheitsvorsorge an sich eine enorm wichtige Rolle, denn nur gesunde Mitarbeiter arbeiten Motiviert, Konzentriert und vor allem ohne Ausfälle.
Vielfältige Gefährdungsfelder
Über alle Bereiche der Industrie und Landwirtschaft hinweg sind die Gefährdungsfelder sehr vielfältig. Die professionelle Durchführung der arbeitsmedizinischen Betreuung setzt viel Erfahrung und praktische Kompetenz voraus. Die häufigsten gesundheitlichen Gefahren gehen von ergonomischen Risikofeldern sowie Lärm und verschiedenen Gefahrstofen aus.
Es gilt nicht nur herauszufinden welche Gefährdungen auftreten können, sondern auch welche Personen effektiv von den Gefährdungen betroffen sind und ob die Bedingungen am Arbeitsplatz akzeptabel sind, insbesondere ob sie den Vorschriften und Regeln, den arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen, dem Stand der Technik sowie den Leistungsvoraussetzungen der Beschäftigten entsprechen. Anschließend kann festgelegt werden wie dringlich und welcher Art die erforderlichen Maßnahmen sein müssen und ob Verbesserungen möglich sind.
